Laut Studie könnte Protein das Rätsel der Epilepsie ohne bekannte Ursache lösen

In einer in der Zeitschrift veröffentlichten Studie Molekulare Neurobiologiebeschreiben Wissenschaftler eine Entdeckung, die das Rätsel der Epilepsie ohne bekannte Ursache lösen könnte: Es handelt sich um das Protein TMEM184B, das normalerweise in den Zellmembranen von Neuronen vorkommt. Es stellt sich heraus, dass Neuronen in seiner Abwesenheit beschädigt erscheinen.

Zunächst müssen Sie verstehen, dass Epilepsie eine Störung ist, die das normale Muster der elektrischen Aktivität im Gehirn stört und zu Anfällen führt. Aber in vielen Fällen ist die zugrunde liegende Ursache unbekannt. Um das zu ändern, untersuchten die Forscher ein Gen, das die Bildung und Funktion der Verbindungen zwischen Muskeln und Motoneuronen beeinflusst, also die Bewegung steuert.

Sie fanden heraus, dass Neuronen auf einen einzelnen Stimulus überreagieren, wenn dieses TMEM184B-Protein nicht vorhanden ist. Dies deutet darauf hin, dass das Protein für die Steuerung der Erregbarkeit von Neuronen verantwortlich ist.

"Dies hängt mit dem zusammen, was Patienten mit Epilepsie passiert, daher glauben wir, dass wir möglicherweise ein Gen identifiziert haben, das an einigen Formen von Epilepsie beteiligt ist und für das es keine andere Erklärung gibt", stellen die Autoren der Studie fest.

Das Protein könnte das Rätsel der Epilepsie ohne bekannte Ursache lösen (Bild: Rawpixel)

Laut der Studie kann das Protein das Verhalten von Ionenkanälen verändern, die die Kalziummenge in der Zelle steuern. Die Forscher wollen unter anderem herausfinden, ob diese Mutationen, insbesondere bei Patienten mit Epilepsie oder etwas Ähnlichem, diese Übererregbarkeit verursachen.

Die fragliche Studie wurde durch Messungen der elektrischen Aktivität auf Fruchtfliegen angewendet. „Wir versuchen, diese menschlichen Mutationen in das Fliegengenom einzufügen und zu sehen, ob sie dieselben Veränderungen in der Erregbarkeit von Neuronen verursachen. Wenn ja, dann wollen wir wissen, warum“, sagen die Forscher.

Die Forscher bemerkten auch, dass sich die Fliegenlarven ohne das Protein viel langsamer bewegten als die anderen. Vor diesem Hintergrund soll die Studie über Epilepsie hinausgehen und testen, ob das Protein auch bei anderen neuromuskulären Erkrankungen wie der amyotrophen Lateralsklerose eine Rolle spielt.

Quelle: Molekulare Neurobiologie via Futurity

Tommy Banken
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